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Als ich endlich meinen eigenen Hund halten konnte,
merkte ich schnell, dass man einen guten und
stabilen Kontakt zum Hund nicht mal eben aus der
Westentasche zaubert. Schnell tauchten durch
Unwissenheit die einen oder anderen Probleme auf.
Also fing ich an mich intensiv dem Thema Hund und
der Beziehung Mensch und Hund zu widmen. Dazu
gehörte und gehören das Lesen von Fachbüchern,
sowie der Besuch von unterschiedlichen
Hundeschulen und Vereine. Oft traf ich dabei auf sehr
gute Trainer. Der regelmäßige Austausch mit Ihnen ist
mir sehr wichtig und ich lasse mir gerne von ihnen
beim Training mit meinen Hunden auf die Finger schauen. (So
wie z. B. ein guter
Reiter auch regelmäßig seine Körperhaltung usw. korrigieren
lässt.)
Je mehr ich mich mit Hunden beschäftige, desto größer wird
für mich ihre Faszination
Die intensive Wahrnehmung ihrer Umwelt, die direkte
Verknüpfung von Reizen mit
ihrem Verhalten und ihre Anpassungsfähigkeit in unsere
moderne Gesellschaft
wecken bei mir ständig neues Interesse.
Somit besuche ich auch sehr gerne Fachlehrgänge mit
bekannten Referenten um
meinen Einblick in diese Welt stetig zu erweitern. Ein
besonderes Highlight ist das
international Symposium of Canis
in Bergisch Gladbach. An dieser Stelle ein
herzliches Danke an die Organisatoren und Dozenten für die
enorme Arbeit, die tollen
Vorträge aber auch für die angenehme Atmosphäre, die einen
guten und produktiven
gedanklichen Austausch zwischen den "Alten Hasen" und den
"Neustartern"
ermöglicht. Hier werden so manch fruchtbare Kontakte
geknüpft, die auch heute noch
gepflegt werden. In diesem Jahr freue ich mich schon wieder
auf das große
Septemberseminar der Gesellschaft für Haustierforschung.
Ich selber halte vier Hunde
Dieser Satz stimmt leider nicht mehr. Nico, meinen Golden
Retriever, habe ich Ende
2002 einschläfern lassen müssen. Trotzdem ist er immer
irgendwie noch da - Deshalb
bleibt er auch auf dieser Seite. So traurig der Gang zum
Tierarzt aus diesem Anlass
auch ist, so wunderbar war aber auch die Möglichkeit, sich
in Ruhe von ihm
verabschieden zu können. Zwei meiner engsten Freundinnen
hatten zufällig von
einer Fahrt zur Tierklinik erfahren. Als ich mit Nico dort
ankam, standen beide zu
meiner Verwunderung bereits vor der Klinik und warteten auf
uns. So waren alle
wichtigen Bezugspersonen von Nico auch auf seinem letzten
Gang dabei.
Er war immer der ruhige Part in meinem Rudel und ein großer
Genießer von
Ganzkörperstreicheleinheiten.
Am 15.09.2005 musste meine Luzi (Irischer
Wolfshund/Schäferhund/Terrier)
schweren Herzens eingeschläfert werden. Es war der
schrecklichste Abschied, den
ich je bei einem meiner Hunde erleben musste. Bis zum
letzten Gang zum Tierarzt
hatte sie einen ungebrochenen Lebenswillen. Sie wollte noch
nicht gehen, vielleicht
auch, weil sie spürte, dass ich sie nicht gehen lassen
konnte.
Doch die Prognose, dass sie innerhalb der nächsten Stunden
oder Tage einen
Magendurchbruch erleiden würde und sie höllische Qualen
ertragen müsste, zwang
uns zu dieser schweren Entscheidung gegen ihren
Lebenswillen.
Vor ihrer Fahrt zum Tierarzt begrüßte sie noch freundlich
jeden Bewohner und
Mitarbeiter unseres Hofes. Dann sprang sie ins Auto, ganz
ohne Aufforderung.
Voller Vertrauen in mich und in den Arzt ging sie wie immer
in das
Behandlungszimmer. Sie schlief ruhig ein. Sie ruht jetzt
auf
einem sonnigen Hügel unter einem alten Obstbaum.
Das hatte ich ihr in unserer letzten gemeinsam durchwachten
Nacht versprochen.
Ich bin dankbar für die tiefe Freundschaft und für ihr
Vertrauen, das sie mir bis zu
unserem letzten gemeinsamen schweren Gang nach fast elf
Jahren geschenkt hat.
Als ausgesetzter Welpe von ca. 6 Wochen kam Luzi zu mir.
Sie war in ihrem
Charakter eine ausgesprochen stabile und sichere Hündin und
entwickelte sich
schnell zur Chefin meiner vier Hunde.
Mein jetziges Rudel sind:
Mein Mischlingsrüde Joschka. Er ist inzwischen 10 Jahre alt
und ein einziges
Energiebündel. Joschka ist ein Mix aus allem was vier
Pfoten hat und bellen kann.
Sein Beschäftigungsanspruch ist auch im Alter noch sehr
hoch
und wenn die anderen schon entspannt auf ihren Decken
liegen,
geht für ihn das Programm erst richtig los. Zu seinem
Lieblingsprogramm gehören Agility, eine Extrarunde mit dem
Rad sowie das Suchen
von Gegenständen, die sein schusseliges Frauchen ständig
irgendwo fallen lässt.
Meine Weiße Schäferhündin, sie heißt Sally, ist 7 Jahre alt
und hat ein
ausgesprochen fröhliches aber sehr sensibles Wesen.
Gegenüber Joschka, der
schon mal ein energisches Wort braucht, findet ihre
Erziehung fast wie an einem
seidenen Faden statt. Bei ihr ist die Körperhaltung und
Stimmlage von ganz
besonderer Bedeutung. Allerdings ist auch bei so sensiblen
Wesen die
Konsequenz in der Erziehung unerlässlich.
Eine weitere kleine weiße Schäferhündin mit dem Namen Lisa
bereichert
unser Rudel. Auch genannt „Bonsai-Lieschen“, wegen ihrer
zarten und eher
kleinen Statur. Bei ihr täuscht allerdings ihre zarte äußere
Erscheinung
über ihre starken inneren Werte. Sie hat ein ausgesprochen
selbstsicheres, zielorientiertes
und „pfiffiges Wesen“. Mit einem knappen Jahr hat sie
bereits beide Althunde schon
fest im Blick, weiß jede Situation geschickt für sich zu
nutzen. Sie lernt gerne und schnell, kann aber auch mit unglaublich
unschuldigen
Augen gnadenlos stur sein. Ihre ausgesprochene Raffinesse in
ihrem
Verhaltensrepotior hat mich schon oft herzhaft lachen lassen.
Bei ihr heißt es, sehr
aufmerksam sein, um ihr nicht auf den Leim zu gehen.
Abschied von Lisa
Meine kleine Lisa hat
sich am 06.09.2010 verabschiedet. Es wurde uns nur eine
unglaublich kurze
gemeinsame Zeit von drei Jahren gegönnt. Drei wunderschöne Jahre
mit einer fröhlichen,
unglaublich zielstrebigen und lebensintensiven Charakterhündin.
Sie brachte mich mit
ihrer Schlitzohrigkeit, ihre Ziele zu erreichen immer wieder zum
lachen. Meine beiden
alten Hunde hatte sie schnell im Griff. Sie war absolut kein
Kuschelhund, aber für
jedes Abenteuer oder gemeinsames Arbeiten zu jeder Zeit
bereit. Ihre Augen
strahlten und ihr ganzes Gesicht lachte. Ein versteckter Tumor in
der Milz ließ sie eine
Operation an der Wirbelsäule nicht überstehen. Obwohl mir
gerade in den letzten
Wochen ihre Gesundheit große Sorgen bereitete, kam ihr Tod
durch den Milztumor so
plötzlich wie ein Schuss von hinten in den Rücken. Ich hatte
gerade wieder Hoffnung
geschöpft, nachdem der Verdacht auf einen Knochentumor
ausgeschlossen wurde.
Wenn die Tränen sich
in Erinnerungen wandeln, ist es das schönste,
was einem bleibt.
Danke Lisa.
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